Wir haben recherchiert!

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Wie haben recherchiert!

Um das Aus des “Kleinen Glücksspiels” durchzusetzen, versprach der Bund jenen Ländern, die Glücksspiel bisher erlaubten, hohe Garantiebeträge. Damit wollten die Länder ihre drohenden Steuereinnahmensverluste aus der wegfallenden Lustbarkeitsabgabe ausgleichen. Der Steiermark wurden 18,1 Millionen Euro, NÖ 20 Millionen Euro und Kärnten 8,4 Millionen Euro zugesagt.

Erreichen die Einnahmen aus der Glücksspielabgabe diese Grenzen nicht, so springt der Bund ein und stockt bis zum Garantiebetrag auf. Vor Inkrafttreten des Gesetzes ging die Regierung noch davon aus, dass mit dem neuen Gesetz die bisherigen Einnahmen “überkompensiert” werden. Dh der Staat rechnete mit Mehreinnahmen. Da tat er sich leicht, den Ländern große Versprechungen zu geben. Der Bund unterlag dabei einer Fehleinschätzung bzw. war schlecht beraten.

Wir haben nachgeforscht, wieviel die Bundesländer tatsächlich erhalten haben. Hier die Ergebnisse:

  • ·         Im Jahr 2014: NÖ 9.286.000,- Euro
  • ·         Im Jahr 2015: NÖ 8.603.106,- Euro, Ktn. 3.000.000,- Euro

Das weniger erfreuliche an der ganzen Geschichte ist, dass diese Beträge aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden.

Im Klartext heißt das: Um das neue Gesetz zu ermöglichen, von dem vor allem Novomatic profitiert, müssen Herr und Frau Österreicher tief in die Taschen greifen! Jeder von Ihnen trägt mit seinen Steuerzahlungen dazu bei, dass das Kleine Glücksspiel in der jetzigen Form möglich wurde. Novomatic müsste sich dafür eigentlich bei den braven Steuerzahlern bedanken.

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