Tipp3 spielt Verstecken!

Nachdem wir berichtet haben, dass auf der Seite www.tipp3.at Glücksspiele angeboten werden, wofür wir auch eine Klagsandrohung von den Lotterien, den Casinos und der Österreichischen Sportwetten GmbH bekamen, stellten wir fest, dass plötzlich ein Spiel fehlt. Dort wo führer das beliebte "21-er Duell" aufgerufen werden konnte, klafft jetzt ein Loch.

"Beim 21er Duell geht es darum, mit zwei oder mehr Spielkarten möglichst nahe an die Augenzahl von 21 heranzukommen und so den Dealer zu schlagen.", hieß es noch bis vor Kurzem in der online bereitgestellten Spielanleitung.

Hoppla .... kommt uns das nicht bekannt vor?

"Ziel des Spiels ist es, mit zwei oder mehr Karten näher an 21 Punkte heranzukommen als der Croupier, ohne dabei den Wert von 21 Punkten zu überschreiten.", lautet die auf Wikipedia bereitgestellte Anleitung von Black Jack.

Im Unterschied zum klassischen Black Jack spielte man auf Tipp3 aber gegen die Bank und gegen einen Gegner. "Bei dieser Varinate gilt allerdings, die Bank zu besiegen und dabei besser abzuschneiden als der direkte Genger. Das Spielgeschick steht also im Vordergrund".

Nimmt diese Änderung dem Spiel den Charakter eines Glücksspiels? Nein, denn laut Gesetz sind Black Jack und seine Varianten ein Glücksspiel. Um auf Tipp3 spielen zu können, musste man einen Einsatz leisten, außerdem wurde ein Gewinn in Aussicht gestellt. Über eine Konzession nach dem Österreichischen Glücksspielgesetz verfügt tipp3 nicht. Es liegen daher alle Merkmale einer verbotenen Ausspielung vor.

Tja, wie es ausieht, haben wir die Konzessionäre beim illegalen Glückspiels erwischt. Novomatic mischt übrigens auch mit, da sie - über die Firma Greentube - die maltesische Konzession bereitstellen.

Negative Folgen wird dies aber wohl wie üblich keine nach sich ziehen. Ähnlich wie das BMF als zuständige Aufsichtsbehörde noch nie eine Werbemaßnahme der Konzessionäre beanstandet hat, wird wohl auch dieser kleine Faupax ungesühnt bleiben. Das Spiel und damit der Beweis wurden von der Seite gelöscht. Ein Verfahren wäre ja auch ein bisschen blöd ... der Staat ist ja immer noch größter Aktionär bei den Casinos und müsste sich damit selbst bestrafen.

Glück gehabt!

 

 

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Kommentar von franz |

Also wenn man gute Freunde hat, die in Politik und Finanz angesiedelt sind kann man illegale aufspüren, verfolgen, denunzieren und davon ausgehen dass einen selber nix passiert weil ja die Finanzpoliei mit den legalen GUT !!!!!!! zusammenarbeitet.

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