Laut aktueller Umfrage schützt Novomatic seine Spieler nicht!

Studie

Laut aktueller Umfrage schützt Novomatic seine Spieler nicht!

Immer schon gab es große Zweifel daran, ob Spielerschutz tatsächlich die eigentliche Motivation des Gesetzgebers für die Glücksspielgesetznovelle 2010 war. Aus diesem Grund hat sich gluecksspielinfo.at die Expertenmeinungen einmal genauer angeschaut.

So stand beispielsweise Dr. Jens Kalke, der wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg, bereits 2011 diesen neuen Regelungen sehr skeptisch gegenüber. In seinem Buch zur Studie „Glücksspiel und Spielerschutz in Österreich“ kritisiert er die neuen spielerschützenden Maßnahmen scharf. Die neuen Einsatz- und Gewinngrenzen lassen laut Kalke binnen kürzester Zeit Verluste in großer und bisher ungekannter Höhe zu. Erst die konkrete Programmierung der Automaten durch die Anbieter würde entscheiden, ob es signifikante Unterschiede zu den Glücksspielautomaten in den Kasinos gebe.

Uns liegen Berichte von Spielern vor, die zeigen, dass man bei Novo-Automaten heute genauswenig geschützt ist, wie seit jeher:

So verspielte eine Spielerin mit einem monatlichen Nettoeinkommen von rund € 1200,00 in einer Admiral Spielstätte 1.000,00 Euro innerhalb von nur 7,5 Minuten.

Die Abkühlphase, wonach sich das Gerät nach zwei Stunden ununterbrochener Betriebsdauer ausschalten muss, wurde bei Novomatic in Niederösterreich getestet: Das Gerät schaltete sich erst nach 2 Stunden und 15 Minuten aus und zwar für ganze 3 Minuten! Danach konnte der Spieler problemlos weiterzocken.

Zu diesen ernüchternden Ergebnissen liegt nun eine von GfK durchgeführte Studie zum Kleinen Glücksspiel in Niederösterreich vor, bei der 300 Spieler befragt wurden.

In dieser Studie kommt heraus, dass sich alle Befürchtungen von Dr. Kalke bewahrheitet haben! 86 % der Befragten verspüren keine Verbesserung ihrer finanziellen Situation aufgrund der neuen Maßnahmen. Die Abkühlphase erweist sich nicht als erfolgsbringend und zum Warnsystem (wonach der Betreiber bei auffälligem Spielverhalten zum Schutz der Spieler einschreiten müsste) haben Betroffene angegeben, dass sie bis zum ersten Gespräch durchschnittlich über 100 Mal in der Spielstätte waren und ca. 29.000,00 Euro ausgegeben haben! Bis es zu einer tatsächlichen Sperre kommt, gaben die Spieler an, durchschnittlich 26.000,00 Euro verspielt zu haben!!

Die GfK-Studie bestätigt also die düsteren Prophezeiungen Kalkes: Die Novomatic AG nutzt die (bewusst?) vagen Formulierungen im Gesetz zu ihren Gunsten und zum Leidwesen der Spieler aus.

 

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Mobile Navigation Anzeigen
Mobile Navigation Ausblenden