Land Steiermark hält Admiral eisern die Stange

Nach dem für die Novomatic-Gruppe erschütternden OGH-Urteil, mit dem festgestellt wurde, dass die Novomatic-Spiele so programmiert waren, dass damit Einsatz- und Gewinngrenzen, also die EINZIGEN spielerschützenden Maßnahmen des alten Kleinen Glücksspielgesetzes, um ein Vielfaches überschritten worden waren, haben wir beim Land Steiermark angeregt, der Admiral Casino & Entertainment GmbH (kurz ACE) die Konzession abzuerkennen.

Auf das Wesentliche zusammengefasst haben wir unseren Antrag damit begründet, dass die ACE nicht geeignet ist, die Bewilligung im Sinne der Vorgaben des EuGH hinsichtlich Spielerschutz und Kriminalitätsbekämpfung sowie hinsichtlich maßvoller Geschäftspolitik zu erfüllen, vor allem da sie stets auf Gewinnmaximierung zu Lasten ihrer Kunden agierte und nach wie vor in diesem Sinn agiert.

Die ACE umging über Jahre hinweg die gesetzlich zulässigen Einsatz- und Gewinnlimits durch ein dem Walzenspiel vorgeschaltenes Würfelspiel und durch dem Spiel nachgelagerte Actiongames, wodurch binnen kurzer Zeit Verluste (wie auch Gewinne) in immenser Höhe erzielt werden konnten. Auf diese Weise konnte die ACE ihre eigenen Gewinne zu Lasten ihrer Kunden, der Spieler, massiv erhöhen.

Die im Bescheid des Landes Steiermark, mit der der ACE die Ausspielbewilligung erteilt wurde, genannte Voraussetzung, die ACE sei "aufgrund ihrer Erfahrung" am besten geeignet, die Bewilligung auszuüben, hat sich sohin als unrichtig erwiesen. Die wahre Erfahrung der Novomatic besteht nicht im Spielerschutz, sondern in der gekonnten Umgehung der Spielerschutzvorschriften.

Was sagt das Land zu unserer Anregung?

"Die Admiral Casinos und Entertainment AG (ACE) hat zu sämtlichen Anregungen Ihrer Eingabe (Punkt 1. bis 3.) eine ausführliche Stellungnahme abgegeben und Unterlagen vorgelegt. Alle erhobenen Vorwürfe konnten entkräftet werden."

Das verwundert uns nun doch sehr! Das Land Steiermark schenkt den Ausführungen der ACE mehr Glauben als jenen des OGH, denn selbst diese konnten "entkräftet" werden.

Entweder dem Land Steiermark ist es egal, dass die Novomatic über Jahr hinweg illegales Glücksspiel betrieben und so unzählige Spieler und ihre Familien in den Ruin getrieben hat oder die Sympathien zu diesem Unternehmen sind - gelinde gesagt - einfach so groß, dass über jegliches Fehlverhalten hinweggesehen wird.

Bei dieser Ungerechtigkeit darf sich jedenfalls Niemand wundern über die Mißstände, die am österreichischen Glücksspielmarkt herrschen!

 

 

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Kommentar von Mario Urberbauer |

So viel kann ich sagen , ich habe bei der Landesregierung Stmk in Graz Anzeige erstattet via Email gegen die Novomatic Gruppe vor ca 4 Jahren . Wegen meines Verdachtes das Illegales Glücksspiel b
betrieben wurde . Weiters habe ich alles genau darin Erklärt zwecks Würfel Spiel , AG was zusätzlich zu gewinnen war . Bis heute nicht mal eine Antwort erhalten !!! Es wurde Bewusst unter den Tisch gekehrt und nicht darauf reagiert bzw meine Vorwürfe nicht mal Überprüft. Möchte nicht wissen wie die Lizenz Vergabe dort durchgeführt wurde und was an Geld dafür geflossen ist . Das ist einfach Krank !!!! Jahrzehnte Illegales Glückspiel und heute Spielerschützer !! Einfach Krank !!!!
Kann ein Dealer was Drogen verkauft auch eine Entzugsklinik betreiben ? Oder seine Drogen geschützt verkaufen ?? Wie passt das alles nur zusammen ???

Kommentar von Carl Albrecht waldstein |

Unglaublich, Sie haben völlig Recht! Die Novomatic spielt sich als Spielerschützer auf u verfolgt „illegale Automatenbetreiber“ also ihre Konkurrenz????? Wie absurd! Damit kommen sie auch noch durch? Warum kümmern sich die Medien nicht darum u helfen den armen, ungeschützten Spielsüchtigen nicht? Novomatic betreibt ein falsches Spiel und umgeht in Permanenz den Spielerschutz. Bin immer wieder fassungslos, wie Soetwas, nur weil dieser Konzern Milliarden umgesetzt hat, nicht unterbunden wird! Ein Skandal! Die Steirer sind genauso hilflos ihrer Sucht ausgeliefert, wie die Wiener.

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