Bezahlte Anzeige in der Kleinen Zeitung

Statt eines Journalisten, der sicherlich einige unangenehme Fragen gestellt hätte, stellt sich der Glücksspielexperte selbst die Fragen und hat natürlich auch gleich die richtigen Antworten parat.

Auf der Novomatic-Propagandaseite wird diese bezahlte Werbeeinschaltung dann folgendermaßen präsentiert:

"Interview mit Prof. Gert Schmidt, Kleine Zeitung vom 10. Nov. 2017".

Dass es sich in Wahrheit um eine bezahlte (!) Werbeanzeige handelt, wird verschwiegen. Jener Teil, auf dem darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine "bezahlte Anzeige", also eine Werbeschaltung handelt, wurde einfach weggeschnitten und damit beim Leser der irreführende Eindruck erzeugt, als hätte wirklich die Kleine Zeitung mit Schmidt dieses Interview geführt.

So wird verschleiert, dass dieses selbstverfasste Interview vor allem dem Lobbying eines ungerechtfertigten Monopols und der Umsatzsteigerung der dazugehörigen Unternehmen dient. Mit gutem Grund schreibt das Mediengesetz vor, dass bezahlte Anzeigen als solche gekennzeichnet werden müssen. Der Leser bringt nämlich redaktionellen Beirtägen ein größeres Vertrauen entgegen als einer bezahlten Anzeige, die offensichtlich den Interessen derer dienen, die dafür bezahlen. Nebenbei: Eine Seite in der Kleinen Zeitung kostet - je nach Themenplatzierung und Region - zwischen € 10.000,00 und € 28.000,00! Wer könnte und würde aus reinem Idealismus derartige Beträge für eine Werbeanzeige aufbringen?

 

Wir von "Glücksspielinfo.at" hätten übrigens auch einige Fragen, die wirklich von öffentlichem Interesse wären an Prof. Gert Schmidt - 100% kostenfrei und ungekürzt - Ihre Expertenmeinung ist gefragt - das Angebot gilt!

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